Gedankensplitter #4: Es ist zäh

Es geht aktuell bestimmt vielen so. Man wartet. Wartet auf was? In meinem Fall auf Klarheit…Klarheit, wie es weitergeht, wenngleich mir klar ist, dass es sie nicht geben wird, diese Klarheit. Dennoch warte ich irgendwie darauf, auf Klarheit.

Mit Klarheit meine beziehungsweise wünsche ich mir zumindest eine klare Ansage „von oben“. Zuletzt las ich, dass „7 Monate seit der ersten Schulschließung vergangen sind und das einzige Konzept, dass wir haben, aus Masken und Lüften besteht“. Das mag übertrieben sein, auch wenn es einen wahren Kern hat. Ich möchte gerade keineswegs in der Haut irgendwelcher Entscheider stecken und meine auch nicht Klarheit auf schulischer Entscheidungsebene. Auch zolle ich jedem Respekt, der in irgendeiner Behörde arbeitet und einfach nur versucht, das Beste draus zu machen.

Dennoch, was mich am meisten umtreibt ist tatsächlich die Frage, warum man nicht Klarheit schafft. Klarheit im Bezug auf die Schule und ob man sie nach den Herbstferien wieder auf macht oder ob es zu erneuten flächendeckenden Schulschließungen kommen muss. Der einzige Grund, den ich immer wieder rauslese ist: Die Schulen sollten so lange wie möglich offen bleiben wegen der mangelnden Betreuung und der Wirtschaft. Okay, so ist das zumindest ne Ansage. Was heißt aber „so lange wie möglich“? Bis die Hälfte der Personen, die tagtäglich in die Schulen gehen (egal ob Schüler oder Lehrer) krank daheim bleiben? Bis es einen Impfstoff oder Medikamente gegen das Virus gibt? Wann ist es genug? Wann wird es den Schulen selbst überlassen, ob sie ein hybrides oder Fernlern- Setting installieren (weil es gibt ja schon Konzepte und Ideen)?

Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe diesen Job und kann mir aktuell keinen schöneren Beruf für mich, aber auch für das Zusammensein mit meiner Familie vorstellen. Meine Erfahrungen mit dem Virus beschränken sich auch auf einen negativen Test, der zwar ekelhaft, aber erträglich war:

Also gehe ich gerne, aber dennoch mit einem mulmigen Gefühl in die Schule. Mulmig nicht weil ich eine große Angst um meine Gesundheit habe (Unkraut vergeht nicht), aber weil die Situation, „in der Schwebe“ zu sein zunehmen an den Nerven zehrt.

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