Gedankensplitter #1

Über was schreiben in diesen Zeiten von Schulschließung und Corona-Epidemie? Irgendwie hab ich keine Energie und auch keine Lust, das x-te Tool zum Fernlernen zu beschreiben, auch wenn ich den Einsatz und die Motivation der dahinter stehenden Leute sehr schätze und auch gut heiße. Ich kann es bloß in der aktuellen (Not-)situation nicht (ja okay, zuletzt schrieb ich noch darüber, was ich so mache: Padlet-Tagebuch)

Von Zeit zu Zeit mache ich mir Gedanken über Schule und Unterricht…zwar hauptsächlich meinen, aber manchmal auch einfach allgemein…diese Gedankesplitter möchte ich nun gerne teilen und zur Diskussion stellen.

Viele Gedanken mach(t)e ich mir über Prüfungen und deren Formate, das aber hauptsächlich vor dem Hintergrund der Erfahrung, die ich vor den Schulschließungen noch machen durfte:

Hintergrund

Mit einer meiner Klassen nahm ich dort am „Bitte was?„-Wettbewerb des Landesmedientrums Baden-Württemberg teil und verknüpfte die Arbeit daran mit der „Master or Die“ – Methode von Björn Nölte, die er hier ausführlich beschreibt. Im Prinzip geht es in meinem Verständnis darum, dass die Schüler über einen längeren Zeitraum eine wichtige Aufgabe ableisten und sich in dieser Zeit beliebig oft Feedback einholen können und die Aufgabe auch beliebig oft zur Bewertung abgeben dürfen. Allerdings muss die Arbeit am Ende im guten bis sehr guten Bereich liegen, sonst fallen sie zurück auf 0 Punkte.

Gedanken

Die Arbeit der Schüler an diesem Projekt begeisterte mich wahnsinnig. Wenngleich das Damoklesschwert der schlechten Bewertung über ihnen schwebte, so strotzten sie dennoch vor Tatendrang und kreativen Ideen. Brainstorming, Absprachen über Arbeitsschritte und gemeinsamer Austausch, auch über Gruppen und Klassen hinweg und eine gute und „schaffige“ Stimmung in der Klasse. Und das bei einer Arbeit, die immerhin eine Klausur ersetzt, aber eben auch viel von der Eigeninitiative der Schülerinnen und Schülern abhängt. Die Frage stellt sich mir nun vor dem Hintergrund der erweiterten Schulschließungen erneut: Wie schaffe ich solche prozessbegleitenden Formate weiterhin einzubinden und warum lässt sich das nicht viel häufiger und flächendeckend umsetzen?

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