Medien-What? Mischungsverhältnisse…

Situation

Nun ist es also auch bei uns (als Schule, weil es von uns verlangt werden wird) und mir (als Person, weil ich als Multimediaberater an der Schule das hauptverantwortlich aufsetzen dürfen werde) angekommen, das Medienkonzept, wahlweise Medienentwicklungsplan. Und seitdem bewege ich mich in vielerlei Hinsicht zwischen den Welten…und es sind mehr Frage als Antworten, was aber vielleicht auch ganz gut ist. Konkret spukt in meinem Kopf herum:

  • Wie visionär darf das Konzept sein?
  • Wie kommen wir auf den kleinsten gemeinsamen Nenner?
  • Wo ist es besser, pragmatisch zu denken und wo hinderlich?
  • Wie bekomme ich alle oder möglichst viele KuK mit ins Boot?
  • Wo wollen wir als Schule hin, welcher Herausforderungen warten auf dem Weg auf uns?

Hintergrund

Als berufliche Schule geht es uns im Bereich Ausstattung und Medien relativ gut, unser Schulträger findet die Digitalisierung an seinen Schulen sinnvoll und fördert uns dementsprechend, möchte dafür aber auch ein tragfähiges Konzept sehen, also (zum Glück) nicht einfach „Da, nehmt Geräte und probiert/macht/arbeitet“. Soviel zum Positiven…

Schwierig wird es bei der konkreten Umsetzung eines Konzepts, da es hier zwar Vorlagen von Seiten des LMZ Baden-Württemberg gibt (Medienentwicklungsplan LMZ), diese aber lediglich auf allgemeinbindende Schulen anzuwenden sind und nicht mit der Vielfach an Schularten an einem beruflichen Bildungszentrum rechnen. Schwierig…

Was mir bei einer Planung des Vorgehens und bei allen Überlegungen wieder einmal sehr geholfen hat war das Netz mit seiner Fülle an Ideen. Konkret hier der Artikel von Maik Riecken (Medienkonzeptentwicklung) über die einzelnen Schritte hin zu einem Medienkonzept.

Umsetzungsversuch

Ich versuche zu skizzieren, welche Überlegungen uns treiben, welche Ideen wir bisher zusammen haben und was mögliche Eckpfeiler sind. Mit diesen Eckpfeilern, die sehr allgemein gehalten sind, möchte ich auch gleich beginnen.Wir möchten gerne setzen auf:

  1.  mobile Endgeräte
  2. schrittweiser Ausbau einer schulgesamten tragfähigen WLAN-Lösung
  3. konzeptionelle Verankerung
  4. Fort – und Weiterbildungen

Da hat sicher jeder schon einmal irgendwo gelesen und ist jetzt glaub auch nicht so revolutionär, muss aber dennoch als Ausgangspunkt genannt werden.

Zeitplanung:

  • Dezember 2018: Information zu Medienkonzept, Umfrage (und Geräte)
  • Januar 2019: Auftrag an Evalutaions-Gruppe zur Erstellung einer Umfrage mit den Zielen:
    • Erfassung aktueller Medieneinsatz (nach Abteilung?)
    • Erfassung Vorwissen (und Motivation) des Kollegiums
    • Gewünschter und geplanter Medieneinsatz
    • Pädagogisch-didaktische Ziele
    • Sich aus Zielen ableitender Fortbildungsbedarf
    • Gerätevorstellungen zur Umsetzung der Ziele
  • bis spätestens Februar 2019: Umfrage im Kollegium zu aktuellem Medieneinsatz, Vorwissen, pädagogisch-didaktischen Zielen und (personenscharf) Gerätebedarf
  • Februar 2019: Treffen AK „Zeitgemäße/Digitale Schule“ mit Diskussion über Umfrageergebnisse und Planung weiteres Vorgehen
  • Bis Ende März 2019: Auswertung des Fragebogens und auf Basis der Auswertung Zielbesprechung, erste Konzept-Sammelphase
  • Ende März 2019: Info ans Kollegium über aktuellen Stand und:
    • Veröffentlichung der Auswertung
    • Bitte um Mitarbeit (Ansprechpartner pro Abteilung)
    • An- und Absprache MMB´s über konzeptionelle Arbeit
  • März bis Juli 2019: Fixierung der Eckpfeiler/Säulen eines schulinternen Medienkonzepts (und mögliche Fortbildungen/Schilfs/MiFoBis, etc.) durch Schulleitung und Multimediaberater
  • Juli 2019: GLK mit Information über Vorgehen
  • Juli/September bis Herbst 2019: Sammlung Workshop (WS)-Angebote aus dem Kollegium (Einbezug AK „Zeitgemäße/Digitale Schule“)
  • Herbst 2019 (kurz vor Herbstferien): Pädagogischer Halbtag Teil 1 zweigleisig:
    • Input-Vortrag über Schulentwicklung in der beruflichen Perspektive
    • Workshops innerschulisch (durch Kollegium)
  • Herbstferien 2019: Sackenlassen der (neuen) Ideen
  • Zwischen Herbst- und Weihnachtsferien 2019: Pädagogischer Halbtag Teil 2
    • Aufarbeitung von Teil 1
    • Konzeptionelle Abteilungs-/ Fachschaftsarbeit

Knackpunkte

Zwei große Knackpunkte sehe ich auf uns zukommen:

  1. Der Weg vom technischen Verständnis hin zur Vision: Was bringt mir die beste Ausstattung, wenn ich nicht weiß, was ich damit mache will? Wie lassen wir tatsächlich Veränderungen zu? Wo wollen wir überhaupt als Schule hin? Solche Fragen haben wir bisher noch nicht beantwortet und es wird ein spannender Prozess sein…
  2. Die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nennern: Welche Veränderungen und Entwicklungen können tatsächlich alle Kollegen mit tragen oder zumindest tolerieren? Wo können alle mit (oder zumindest die große Mehrheit)? Und vor allem: Wie schaffen wir es, die Vielfalt unserer Schularten mit in das Konzept und die Idee zu integrieren?

Spannende Monate stehen mir und uns bevor, aber noch freue ich mich drauf….

2 Comments on “Medien-What? Mischungsverhältnisse…

  1. Gute Gedanken! Richtige Fragen! Trotzdem; manchmal entwickelt sich das Ziel auf dem Weg. Das bedeutet, es macht auch manchmal Sinn einfach mal zu machen, statt alles bis ins Kleinste voraus zu planen. Manche Dinge entwickeln sich erst auf dem Weg und das Ziel wird klarer, wenn man schon einmal ein Stück gegangen ist. Viele Kollegien erwarten, dass alles bereits von Anfang an vorgezeichnet und vorgegeben und organisiert ist. Das wird aber so nicht passieren. Das Kollegium muss sich als Ganzes auf den Weg machen. Wie schnell dann jeder läuft, bleibt jedem selbst überlassen. Es geht sowieso nur mit Freiwilligkeit und Zeit zur Überzeugung der Zweifler (ja, die brauchen wir auch) von der Notwendigkeit.

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    • Also das Kollegium als „kritische Masse“? Um ehrlich zu sein weiß ich/ wissen wir überhaupt nicht, wohin der Weg geht und wie wir den gehen können und wollen…Das macht es ja grade so spannend 🙂

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