Gedanken über Unterricht, Feedback und Teamarbeit

Grundgedanken

Nach wie vor (und es wird wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile so bleiben) ist mein Hauptziel: guten, zeitgemäßen und schülernahen (lies: ansprechend und interessant für Schülerinnen und Schüler) Unterricht zu machen, was mir mal mehr und mal weniger gut gelingt. Aktuell treiben mich gerade in der jetzigen Prüfungsphase (in meinem Fall das Abitur) jedoch einige grundlegende Gedanken:

Weil ich zu ungeduldig bin, um zu warten bis ein wirklich nachhaltiges Umdenken und ein Wechsel der Unterrichts- und Prüfungsformate einsetzt (und eine zu kleine Leuchte um das selbst in die Wege zu leiten), versuche ich dieses Umdenken selbst und für mich zu bewerkstelligen. Dabei interessiert mich (neben meiner eigenen ideellen Vorstellung von Unterricht) zuallererst, was meine Schüler brauchen, damit sie gut lernen können (ich setze dabei stets voraus, dass sie lernen wollen). Also frage ich sie…

Rückmeldung zum Unterricht

Ich holte mir also Feedback zu meinem Unterricht und zu weiteren schulischen Themen („Fühlen sich die Schüler wohl an unserer Schule?“ Und weil ich Multimediabeauftragter bin und das Thema einfach wichtig finde: „Wie sehen die Schüler bei uns an der Schule den Einsatz digitaler Medien (konkret: Tablets)?“, weil wir die ja eingeführt bekommen haben: Beichte über die Arbeit in einer Tabletklasse). Dazu hatte ich mir vorher ein paar Fragen notiert und stellte diese den Schülern über ein ZUMpad anonym zur Verfügung….und lies sie einfach schreiben mit den Bedingungen, aussagekräftig und ehrlich zu sein, was sie dann auch waren. Im Anschluss besprachen wir die Ergebnisse…

Was sich glücklicherweise zeigte (und was für mich erstmal ein total tolles Signal war): Unsere Schüler fühlen sich an unserer Schule (und in meinem Unterricht) wohl bis sehr wohl und von uns Lehrern akzeptiert und respektiert. Das finde ich deshalb wichtig, weil  es für mich die Basis allen unterrichtlichen Handelns ist – ohne Beziehung keine Zusammenarbeit quasi. Die Beobachtungen, die ich aus der Befragung ziehe, sind (neben den ganzen klassischen Rückmeldungen zu meiner Unterrichtsqualität, wie trete ich als Lehrkraft auf etc.) vor allem:

  • meine Schüler fühlen sich von meinem Arbeitsansatz (projektiertes digitales Arbeiten im Fremdsprachenunterricht) stellenweise überfordert und wünschen sich ein ausgeglicheneres Mischverhältnis mit Übungsphasen (und sogar Hausaufgaben)
  • gleichzeitig wurde vermehrt der Wunsch geäußert, es möge an der Schule eine breitere und einheitlichere digitale Arbeitsweise angewandt werden

Widersprüchlich? Dachte ich zuerst auch, bis ich daraus für mich den einen Schluss zog…

Teamarbeit?

Eine wahrhaftige und nachhaltige Veränderung des Unterrichtsettings oder der Haltung und Einstellung gegenüber zeitgemäßem Unterricht und aktuellem Lernen geht nur im Team, der einzelne Lehrer kann zwar gute bis bahnbrechende Ideen haben, er geht unter wenn er alleine diese Ideen mit Leben füllt. Ein Ansatz, den ich vorhabe, umzusetzen 🙂

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